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News · 08. Mai 2021

Bewegungsmangel während Corona: Ein Drittel der Menschen sind betroffen

Seit Monaten sind im Zuge des Lockdowns Fitnessstudios, Vereinssportstätten, Schwimmbäder, Kletterhallen & Co. geschlossen. Damit wurden rund 40 Millionen Menschen, von Kindern bis zu Senioren, der Möglichkeiten zu ihrer gewohnten aktiven körperlichen Betätigung beraubt. Mit schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit.

[jr] Robert Pfund, einer der beiden Gründer und Geschäftsführer von f+p, Bewegungsexperten im Allgäu, betont die Wichtigkeit von regelmäßiger körperlicher Aktivität gerade während der Corona-Pandemie. Er schließt sich dem Appell vieler Ärzte und Kollegen an, Fitness- und Gesundheitseinrichtungen schnellstmöglich wieder zu öffnen.

Ein Drittel bewegt sich weniger

Aktuelle repräsentative Studien belegen: Während der Anteil der Menschen, die sich nicht sportlich betätigen, vor der Corona-Pandemie bei 39,4 Prozent lag, stieg dieser inzwischen auf 59,5 Prozent. Mehr als ein Drittel derjenigen, die vorher regelmäßig körperlich aktiv waren, reduzierten dies drastisch oder hörten sogar ganz mit solchen Aktivitäten auf. „Das ist besorgniserregend“, findet Robert Pfund. Einer der Hauptgründe ist die Schließung der Sport- und Fitnesseinrichtungen. Aber auch der Wegfall des Arbeits- oder Schulwegs, der oft per Fahrrad oder zu Fuß absolviert wird, das Hinzukommen der zeitintensiven und kräftezehrenden Kinderbetreuung zu Hause sowie das zum Erliegen gekommene Sozial- und Kulturleben – auch hier wird sonst viele gelaufen und geradelt – spielen eine Rolle. „Alleine können sich viele Menschen einfach nicht zu körperlicher Aktivität aufraffen“, weiß er. „Und das heimische Wohnzimmer eignet sich oft nicht wirklich als Alternative zum Studio oder Sportplatz, ganz zu schweigen von der sozialen Komponente, die sich nicht digitalisieren lässt.“

Risikofaktoren entgegenwirken

Die negativen Folgen dieses Bewegungsmangels zeigen sich laut Pfund auf mehreren Ebenen. „Wie mittlerweile bekannt ist, begünstigen bestimmte Vorerkrankungen schwere Verläufe einer COVID-19-Erkrankung. Dies trifft nicht nur alte Menschen, sondern auch jüngere Patienten. Zu den Risikofaktoren gehören beispielsweise chronische Bronchitis, Asthma bronchiale, krankhaftes Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes mellitus. Mit gezieltem Fitnesstraining unter fachlicher Anleitung, kann man diesen Risikofaktoren aktiv entgegenwirken. Denn dabei wird nicht nur schädliches Übergewicht bekämpft, sondern gleichermaßen das Herz-Kreislauf-System, die Atmung, der Stoffwechsel und das Immunsystem trainiert und gestärkt. Dies gilt natürlich auch für Menschen ohne Vorerkrankungen.“

Ängste und Belastungen reduzieren

Auch mache der Verlust der üblichen Tagesroutine und der sozialen Kontakte, gekoppelt mit Ängsten und belastenden Herausforderungen, wie etwa der Kombination aus Kinderbetreuung und Home-Office, der Sorge um den Arbeitsplatz oder Pflege von Angehörigen, vielen Menschen zunehmend psychisch zu schaffen. „Auch hier kann regelmäßiges, fachlich angeleitetes Training äußerst hilfreich sein“, so der Experte. „Regelmäßige Bewegung und körperliche Aktivität gelten als wichtige Therapiebestandteile bei Depressionen und üben erwiesenermaßen einen positiven Einfluss auf das allgemeine psychische Wohlbefinden aus.“

Apell zur Gesundhaltung der Bevölkerung

Aus all diesen Gründen schließt sich das renommierte Unternehmen f+p, das sich im Allgäu an fünf Standorten mit Physio-, ambulanten Reha- und Fitnesseinrichtungen für die Gesunderhaltung der Bevölkerung einsetzt, dem Appell vieler Ärzte und Kollegen an: Fitness- und Gesundheitseinrichtungen sollten schnellstmöglich wieder öffnen. Robert Pfund: „Das Infektionsrisiko muss dabei selbstverständlich durch effiziente Hygienekonzepte und Verhaltensregeln minimiert werden. Dies können wir leisten.“ Es ist unverständlich, warum der korrekte Haarschnitt für die Gesundheit wichtiger ist als regelmäßiges körperliches Training. Dies zeigt nur die mangelnde Sachkenntnis und Ignoranz der Verantwortlichen! Die Pandemie zeigt uns deutlich, dass nicht das Virus das eigentliche Problem ist. Es ist die generelle schlechte Gesundheitssituation der Bevölkerung und ein Gesundheitssystem welches in der Vergangenheit einfach falsche Prioritäten gesetzt hat.“

Quelle: f+p GmbH

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