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News · 05. Februar 2021

Vegan in der Schwangerschaft

Ohne Nahrungsergänzungsmittel und Ernährungsberatung geht es nicht

Eine Meldung des Netzwerks Gesund ins Leben aus Bonn lässt aufhorchen: Eine gesunde, rein vegane Ernährung sei während einer Schwangerschaft nur mit Nährstoffpräparaten und angereicherten Lebensmitteln möglich.

Mittlerweile verzichten in Deutschland rund 1,13 Millionen Menschen ganz oder weitgehend auf tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Eier oder Milch. Die Mehrheit davon sind Frauen, von denen viele diese Ernährungsform auch während einer Schwangerschaft weiterführen möchten. „Das birgt spezielle Risiken für die Entwicklung des Kindes. Schwangeren Veganerinnen empfehlen wir deshalb, mit Ärzt*innen und Ernährungsberater*innen abzuklären, wie sie eine ausgewogene Versorgung mithilfe von Nährstoffpräparaten und angereicherten Lebensmitteln sicherstellen können“, so Maria Flothkötter, Leiterin des Netzwerks Gesund ins Leben, das die nationalen Handlungsempfehlungen zu Ernährung und Lebensstil vor und während der Schwangerschaft herausgibt.

Denn in der Schwangerschaft ist der Bedarf einiger Nährstoffe deutlich erhöht. Insbesondere kritisch sei demnach die Versorgung mit Vitamin B12, der Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA), Zink, Eiweiß, Eisen, Kalzium und Jod. Eine Vitamin-B12-Unterversorgung kann z. B. zu schwerer und dauerhafter Schädigung des kindlichen Nervensystems führen. Deshalb sollten Veganerinnen nicht nur Jod und Folsäure, wie für alle Schwangeren empfohlen, sondern auch zusätzliche Mikronährstoffsupplemente (insbesondere Vitamin B12) einnehmen. Die Versorgung mit kritischen Nährstoffen wie Vitamin B12 und Eisen sollte man am besten regelmäßig ärztlich prüfen lassen und – mit Hilfe einer qualifizierten Ernährungsberatung – über eine individuell abgestimmte Ernährung und Supplemente steuern.

Quelle: Netzwerk gesund ins Leben

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