Historischer Einbruch bei der Wirtschaftsleistung

Im Zuge der Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen kam es im zweiten Quartal in Deutschland zu einem historischen Einbruch der Wirtschaftsleistung in nahezu allen Sektoren der Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt ging im vergangenen Jahr um 5,0 Prozent zurück.

Für das laufende Jahr rechnet die Bundesregierung mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,0 Prozent. Die Erwerbstätigkeit werde im Jahr 2021 voraussichtlich stagnieren. Die Wirtschaftsleistung vor der Krise dürfte erst zur Mitte des Jahres 2022 wieder erreicht werden. Die wirtschaftliche Entwicklung wird weiterhin maßgeblich vom Pandemieverlauf und von den Maßnahmen zur Eindämmung beeinflusst – und hier sieht es eher nach einer Verlängerung der Einschränkungen als nach einer Wiedereröffnung aus.

Den Jahreswirtschaftsbericht 2021 findest du hier als Download.

Blick auf europäische Perspektiven

Im Vergleich zum Vorquartal, ist das saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2020 im Euroraum um 0,7% und in der EU um 0,5% gesunken. Dies geht aus einer vorläufigen Schnellschätzung hervor, die von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht wurde. Diese Rückgänge folgen auf eine starke Erholung im dritten Quartal 2020 (+12,4% im Euroraum und +11,5 in der EU).  Nach einer ersten Schätzung der Jahreswachstumsrate für 2020, basierend auf saison- und kalenderbereinigten Quartalsdaten, sank das BIP im Euroraum um 6,8% und in der EU um 6,4%.

Infos zu den europäischen Daten findest du hier.

 

Quellen:

Bundesministerum für Wirtschaft und Energie. Jahreswirtschaftsbericht 2021. Corona-Krise überwinden, wirtschaftliche Erholung unterstützen, Strukturen stärken. Zugriff am 02.02.2021

eurostat pressemitteilung. Vorläufige Schnellschätzung für das vierte Quartal 2020 BIP im Euroraum um 0,7% und in der EU um 0,5% gesunken -5,1% bzw. -4,8% im Vergleich zum vierten Quartal 2019; Zugriff am 02.02.2021