milon-Referenzstudio im Interview: Effektiv trainieren und lernen, was mir wirklich gut tut

Marcel Niehues Antrieb ist es, Menschen fit und vor allem gesund zu machen. Daher hat er nach einer Ausbildung zum Fitnesskaufmann, dem Studium an der Deutschen Sporthochschule in Köln und mehreren Jahren Erfahrung in der Fitnessbranche 2019 im Alter von 29 Jahren sein erstes eigenes Fitnessstudio gegründet. Im Gesundheitszentrum MN Fitnesslounge bietet er seinen Mitgliedern ein einfaches, sicheres und effektives Gerätetraining. Dafür setzt er ganz gezielt auf eine Kombination von Trainingsgeräten aus dem Hause milon und five sowie einem ergänzenden Personal-Training.

milon

Marcel, warum arbeitest du mit milon- und five-Geräten?

„Ich habe vorher in Köln ein Studio geleitet und lag drei Jahre lang dem Geschäftsführer dort in den Ohren, einen elektronischen Zirkel anzuschaffen. Im September 2018 haben wir dort dann endlich einen milon Kraftzirkel etabliert, mit dem ich dann auch selbst trainiert habe, was ich damals schon großartig fand. Bei der Gründung meines eigenen Studios wurde ich dann mehr oder weniger dazu gebracht, einen Kraft-Ausdauer-Zirkel anstatt nur einen Kraft-Zirkel zu nehmen, wie ich es ursprünglich vorhatte. Das war die absolut richtige Entscheidung, wie ich jetzt weiß. Und hier fiel die Entscheidung nach reiflicher Überlegung auf milon. Wie cool five ist, wurde mir dann tatsächlich erst bewusst, als ich die Schulung besucht habe, kurz bevor ich mein eigenes Studio eröffnet habe.“

Wie hoch ist bei euch der Anteil von Kunden ohne Fitness-Vorerfahrung?

„Das ist bei uns fifty-fifty. Manche haben bereits Erfahrungen in Fitnessstudios gemacht und waren damit irgendwie unzufrieden, weil die Betreuung nachgelassen hat oder die Ergebnisse ausgeblieben sind, weil es dreckig war oder keinen Rundum-Service gab. Die andere Hälfte sind tatsächlich Leute, die noch nie vorher in einem Studio trainiert haben, die aber jetzt etwas tun müssen, weil sie Schmerzen haben oder weil sie älter werden. Bei beiden Zielgruppen können wir mit dem Rundum-Service von milon und five punkten.“

milon

Eigen sich milon und five für einen Einsatz im Bereich Medical Fitness?

„Klares Ja – in erster Linie, weil wir damit dem Kunden das Denken abnehmen können. Die klassischen Fehler, die im Fitnessstudio passieren können, sind entweder Fehleinstellungen am Gerät oder der Kunde ist unsicher, wie das Gerät zu bedienen ist. Vor allem der gesundheitsorientierte Kunde, meistens 50 plus, hat Schmerzen. Im klassischen Studio laufe ich als Mitglied ja meistens mit einem Papierplan herum, auf dem steht, wie viele Sätze ich mit wie viel Gewicht an welchem Gerät machen muss und wie die Geräte eingestellt werden müssen. Und ich glaube, diese vielen Einstellungen verunsichern den Kunden. Das ist der extreme Vorteil bei milon, dass ich dem Kunden zeigen kann: „Wir übernehmen das Denken für dich, wir setzen unser Know-how ein, um das Gerät individuell für dich einzustellen.“ Dadurch wird der Kunde einfach abgeholt, er hält sein Bändchen hin und kann direkt loslegen. Das ist für mich der allergrößte Nutzen, den die Systeme haben.

Bei five sehe ich ganz klar den Nutzen darin, was die Bewegungen mit dem Körper machen, vor allem im Hinblick auf Schmerzreduktion, Spannungsreduktion und Beweglichkeitsverbesserung. Für mich war es außerdem wichtig, dass ich five Touch einsetzen kann, denn auch wenn der Kunde das Display nur selten nutzt, hat er dennoch das Gefühl, er würde es benutzen. Das bedeutet, der Bewegungsablauf wird einmal kurz angezeigt und theoretisch könnte sich der Kunde auch noch weitere Infos dazu holen – wobei diese Funktion, wenn überhaupt, nur ein Prozent der Kunden nutzen. Der große Nutzen liegt darin, wie ich es dem Kunden präsentieren kann: Ich gebe dem Kunden die Sicherheit, dass er den Infoknopf jederzeit drücken kann, wenn er nicht mehr weiß, wie die Übung geht. Und das gefällt auch den Fitness unerfahrenen Kunden richtig gut.“

milon

Wie lässt sich das mit dem Thema Personal-Training kombinieren?

„Wir sind spezialisiert auf chronische orthopädische Probleme. Wenn z.B. ein Kunde mit einem Rückenleiden zu uns kommt, dann machen wir die Anamnese und Bewegungsanalyse in der Regel noch ganz klassisch in einem 1:1-Training. Wir machen Muskelfunktionstests, Bewegungstests und so weiter. Und dann gehe ich schon händisch an den Kunden ran, weil ihm das einen großen Mehrwert bietet und hilft. Aber ich habe gemerkt, dass die Schmerztherapie kombiniert mit five besonders gut funktioniert. Daher gehe ich auch in meinem 1:1-Termin an die five-Geräte und mache mit dem Kunden gewisse Bewegungsmuster, weil das einfach sehr effizient ist. Ich komme z.B. manuell sehr gut an Hüftbeugestrukturen ran, aber das dauert eben seine Zeit. Bei five hänge ich den Kunden quasi einfach an das Gerät dran, damit er direkt die Übung machen kann und schnell einen Effekt spürt. D.h. das Beweglichkeitstraining, das ich sonst mache, kriege ich mit five schneller und effizienter hin. Ich nehme das aber nur on top dazu, weil ich dem Kunden zeigen will, dass das, was wir machen, anders ist als in anderen Studios. Daher gehe ich auch noch manuell oder mit dem Floss-Band an die Schmerzproblematik heran.

Der Kunde kann bei uns die ganz normale Fitnessbetreuung nehmen, d.h. er nutzt milon, five und die freie Fläche und on top kann er, wenn er möchte, Schmerzbehandlungen oder Personal Training buchen. In der Praxis ist es dann so, dass wir den Kunden oft erst für die Therapie auf die Bank legen und dies dann in Training überfließen lassen. Wir haben also erst einen 100-prozentigen Therapieanteil in der Stunde, später vielleicht nur noch 10 Prozent und 90 Prozent Training. Das Training ist dann aber meistens im freien Bereich, also im Bereich funktionelle Übungen, nicht milon. Sofern wir dann irgendwann im Trainingszyklus sind und raus aus dem Therapiezyklus, gehen wir zum Warm-up fast nur noch an five. D.h. der Kunden macht alleine 10 Minuten five und danach gehen wir in die 1:1-Session im freien Bereich.“

Was sagen eure Mitglieder zum Training mit den five Geräten?

„Die, die five direkt nutzen, kommen sehr gut damit zurecht. Es zwickt halt manchmal, wie bei jedem Training, das effektiv ist. Ich weiß aber auch, dass manche das five-Training bewusst weglassen. Wir Menschen sind ja Gewohnheitstiere. Wenn irgendetwas außerhalb der Komfortzone ist, wenn etwas anstrengend wird, dann machen wir es ungerne. Und das merke ich auch bei einigen Kunden. Die kommen rein und gehen direkt ans Startgerät von milon anstatt, wie sie es eigentlich sollten, zuerst an five zu gehen. Dann frage ich, sag mal warst du schon an five und die Antwort lautet meistens: Ne, hab ich vergessen. Und dann gehen sie bewusst rüber in den five-Bereich. Die meisten unserer Kunden haben Schmerzen und da ist five einfach Gold wert! Deswegen müssen wir das unseren Mitgliedern sozusagen freundlich „einprügeln“, damit sie zu ihrem eigenen gesundheitliche Vorteil five nutzen, auch wenn es zu Beginn mal etwas weh tut, unangenehm ist oder auch mal nervt.“

Was wünschst du dir für den Studiobetrieb der Zukunft?

„Im Optimalfall werden wir weiterhin einen so guten Job machen, dass die Kunden gerne zu uns kommen. Ich glaube, dass es immer wieder neue Aktionen in Fitnessstudios geben sollte, mit denen die Kunden neu animiert werden und durch die sie Abwechslung haben. Mein Konzept ist ein Kleinstadtkonzept, das heißt, wir haben Städte mit 10.000 bis 20.000 Einwohnern, die wir mit dem Konzept angehen. Und da ist es immer schön, wenn etwas Neues passiert. Egal ob Infoabende, Workshops oder Events – ich glaube, das ist das, was die Leute in die Studios zieht, dieses menschliche Beisammensein. Wir haben das eine Zeit lang wöchentlich gemacht, dann zweiwöchentlich und das war schon ein Mehrwert für die Leute. Ich habe mir dann nur die Frage gestellt, ob diese Workshops jetzt auch schon zur Routine werden. Weil ich mache das, um den Leuten zu zeigen, wie sie sich selber helfen können, also zum Beispiel beim Infoabend über Rückenschmerzen, Ernährung etc. So haben wir zum einen weniger Arbeit, weil wir es nicht jeder Person einzeln erzählen müssen, aber auch, weil die Leute das Wissen selbst erwerben. Denn ich bin überzeugt, wenn die Mitglieder sich auch selbst weiterentwickeln, dann haben sie weniger Probleme mit ihrer Fitness und Gesundheit.“

Quelle: Milon Industries GmbH