Wissenschaftliche Datenlage zeigt: Studios können einen Beitrag leisten zu Lebensqualität und sozialem Frieden

Die beiden Sportwissenschaftler Prof. Dr. Niels Nagel, Geschäftsstellenleiter des DIFV e.V., und Anna Lisa Martin-Niedecken haben sich im Rahmen einer wissenschaftlichen Studien- und Textanalyse mit der Frage beschäftigt: Welche Rolle können die Studios in Deutschland bei der Gesundheit breiter Bevölkerungsschichten übernehmen? Sie sind zum Ergebnis bekommen: Die Clubs können einen wichtigen Beitrag leisten  – und das nicht etwas „nur“ bezogen auf die körperliche Gesundheit.

Insbesondere wenn es um Fragen der psycho-sozialen Gesundheit geht, können die Studios helfen, die gesundheitlich negativen Folgen von Isolation und Überlastung zu mindern. Eine zeitnahe Wiedereröffnung der Studios unter den notwendigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen sei demnach im Interesse der Gesellschaft und von entscheidender Bedeutung.

Was dahinter steckt

Als Industrieverband der Fitnessbranche hat es sich der DIFG e.V. zum Ziel gesetzt, mit seinem aktuellen Paper eine Diskussion in Gang zu bringen: Im Mittelpunkt steht die Frage, welchen konkreten Beitrag Fitnesseinrichtungen in dieser schwierigen Zeit auch zur Sicherung des sozialen Friedens in der Gesellschaft leisten können.

Die Bedrohung durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen für Gesellschaft und Wirtschaft können erhebliche, negative Auswirkungen auch auf die psycho-soziale Gesundheit haben. Denn Ausnahmesituationen wie Isolation und ein damit verbundenes negatives Stressempfinden sind besonders geeignet, die Gesundheit nachhaltig zu schädigen. Auch die Umstellung von Büroarbeit auf Home-Office kann mit negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit des Einzelnen verbunden sein.

Für Krafttraining und kombiniertes Kraft- und Ausdauertraining zeigt die wissenschaftliche Datenlage wiederum multiple positive Effekte für die Gesundheit. Körperliche Aktivitäten können dabei auch positiven Einfluss auf die individuelle Stressbelastung nehmen und so gezielt zu einem Ausgleich beitragen, insbesondere in Ausnahmesituationen. Für die Studios spricht unter anderem die starke Eigenmotivation, mit der die rund 12 Millionen Mitglieder in den Studios in Deutschland selbst für ihre Gesundheit aktiv werden. Denn diese Compliance ist entscheidend für nachhaltige Gesundheitserfolge. Gleichzeitig könne man in diesem Setting andere Risikofaktoren gut im Griff behalten.

Dabei sei es laut DIFG-Paper natürlich entscheidend, vor Ort in den Studios für optimale Schutz- und Hygienemaßnahmen zu sorgen.

Weitere Infos

Hier geht es direkt zum Paper „Eindämmung psychosozialer Folgen von COVID-19 durch körperliche Aktivität – Beitrag der Fitness-Clubs zu sozialem Frieden und Lebensqualität“

Quelle: DIFG e.V.