Studie: US-Pistazien sind „gute Quelle“ von Protein und erfüllen Kriterien als „vollständiges Protein“

In den USA angebaute Pistazien erfüllen die offizielle Definition einer „guten Proteinquelle“ und sind ein „vollständiges Protein“. Dies sind Ergebnisse einer Studie, die heute auf der Jahreskonferenz der American Pistachio Growers in Monterey, CA, bekannt gegeben wurde.

Pistazien könnten demzufolge eine wertvolle Ergänzung bzw. Alternative zu tierischen Proteinen sein und punkten ebenso wie Quinoa, Kichererbsen und Sojabohnen als vollständiger Proteinlieferant. Sie eignen sich inbesondere für den Speiseplan von Veganern und Vegetariern, die auf der Suche nach pflanzlichen Proteinen sind.

„Gute Proteinquelle“

Forscher der Universität von Illinois, Urbana, haben kürzlich die Qualität und Verdaulichkeit von Protein in Pistazien untersucht. Die amerikanischen Pistazienbauern erhielten vom kalifornischen Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft einen Zuschuss für Spezialkulturen, der die Studie finanzierte. Die positiven Ergebnisse klassifizieren die Nuss offiziell als „gute Proteinquelle“ gemäß der Food and Drug Administration (FDA). Damit können Pistazienprodukte auf  (kommerziellen) Verpackungen im Handel als „gute Proteinquelle“ identifiziert werden.

Im Rahmen der Analyse wurde auch festgestellt, dass Pistazien ausreichende Mengen* der neun essentiellen Aminosäuren enthalten und als „vollständiges Protein“ gelten können. Damit rangieren Pistazien neben Quinoa und Soja als wichtige Quelle von nicht-tierischem hochwertigen Protein. Fast alle vollständigen Proteine stammen aus Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten.

Bedeutung und Zufuhr

Protein ist ein wichtiger, wenn auch manchmal schwer zu integrierender Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Es ist die Grundlage für alle Zellen im menschlichen Körper. Knochen, Muskeln und Knorpel sind auf den Makronährstoff angewiesen, um Kraft und Energie zu gewinnen. Laut dem Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten sollte Protein ungefähr 15,85 Prozent der täglichen Kalorienaufnahme einer Person ausmachen.

Um die Qualität des Proteins zu bestimmen, muss seine essentielle Aminosäurezusammensetzung beurteilt werden und wie leicht es verdaut werden kann – oder wie gut der Körper das Protein tatsächlich aufnimmt und nutzt. Diese Studie ist für alle von Bedeutung, die nach neuen Proteinoptionen suchen, insbesondere im Zusammenhang mit einer pflanzlichen Ernährung, bei der vollständige Proteine knapp sind. Weltweit setzen Verbraucher aus Gesundheits- und Nachhaltigkeitsgründen immer mehr auf pflanzliche Ernährung.

Aminosäuren sind die Bausteine des Proteins. Neun „essentielle“ Aminosäuren werden vom menschlichen Körper nicht produziert. Daher müssen sie durch Nahrung aufgenommen werden. Die überwiegende Mehrheit der pflanzlichen Lebensmittel besteht aus „unvollständigen“ Proteinen, was einen durchdachten Ernährungsplan erfordert, der zwei verschiedene Arten unvollständiger Proteine kombiniert, um die neun essentiellen Aminosäuren zu erhalten. Pistazien sind eine der wenigen pflanzlichen Optionen, die wirklich als Ersatz für tierische Proteine dienen können.

Die in der Studie verwendeten Pistazien wurden in den USA angebaut, wo die Standard-Industriesorte „Kerman“ ist, die andere Nährwerte aufweist, als Pistazien, die in anderen Regionen der Welt angebaut werden.

Während einige Menschen Schwierigkeiten haben, den empfohlenen täglichen Proteinanteil zu erreichen, ergab die Studie, dass eine einzige Portion Pistazien reicht, um 11 Prozent des täglichen Bedarfs eines Erwachsenen zu decken. Zudem enthalten Pistazien wichtige Antioxidantien und Nährstoffe wie Lutein, das die Augen vor schädlichen UV-Strahlen schützt, und Kalium welches die Herzgesundheit und die Muskelregeneration nach dem Sport unterstützt.  Pistanzien könnten demzufolge eine wertvolle und gleichzeitig wohlschmeckende Ergänzung im täglichen Proteinmix darstellen.

Quelle: American Pistachio Growers