Titelbeitrag
shape UP Business 4/2022

Workout smarter, not harder

Die in Wolfratshausen bei München ansässige SMART WORKOUT EMS HOME KONZEPT unterstützt Fitness- und Gesundheitsstudios dabei, ihren Kunden individuelle, auf sie angepasste, EMS-Lösungen zu bieten. Das Motto dabei: „work smarter, not harder“

Dr. Julia Röder
Lesezeit: ca. 9 Minuten
Smart Workout Performance GmbH

Zwei Menschen waren bei ihm zu Hause und haben geschwärmt, wie toll es wäre, ein Fitnessstudio aufzumachen. Damals hatte Michael Denk mit Fitness nichts am Hut, aber er fand das Thema spannend und beteiligte sich als Investor. So fing alles an. Einige Jahre später dann folgendes Szenario: Eine Gym-Garage in Wolfratshausen bei München; Ende der 90er-Jahre. Im Schein einer einzelnen von der Decke hängenden Glühbirne stand eine Gruppe junger Männer um verkabelte Westen herum und diskutierte eifrig die ersten Gehversuche der EMS-Industrie. Damit waren sie definitiv Vorreiter ihrer Zeit, denn damals dachte so gut wie niemand an EMS-Training.

So oder so ähnlich muss es sich zugetragen haben, als sich Michael Denk, ursprünglich studierter Elektro- und Medientechniker mit eigenem Laborinstitut, und seine damaligen Webegleiter vor vielen Jahren mit damals noch weitgehend unbekannten EMS-Trainings-Systemen, wie M1 von miha Bodytec, Loncego, Physio-M und Bodytransformer, auseinandersetzten und sprichwörtlich in ihre Bestandteile zerlegten. Denn die Summe der Einzelteile bestimmt ja bekanntlich direkt das Endergebnis. Nach der Bestandsanalyse kam er zu dem Fazit: Die Idee an sich gefiel ihm, er sah das Potenzial, nur mit der Umsetzung war er nicht zufrieden. Weder mit der aufwendigen hochkomplexen Verkabelung, der Mächtigkeit der Geräte, der Feuchtigkeit, der ständig kaputtgehenden Elektroden und brechenden Kabel, der Software, die zu wünschen übrig ließ, noch mit der Nutzerunfreundlichkeit und der damit wohl auch verbundenen Unbekanntheit auf Kundenseite. Sprich, die Umsetzung war seiner Meinung nach nicht optimal und alles andere als praktikabel in der täglichen Anwendung in seinem Studio. O-Ton: „Man war mehr Zeugwart als alles andere.“

Weg von der Weste

Der weitere Weg führte dann von miha zu X-Body. Aber auch hier verdeutlichte sich die Problematik, dass die meisten EMS-Hersteller aus dem Vertrieb oder zumindest vertriebsähnlichen Strukturen kamen und nicht aus der Wissenschaft, was offensichtlich diverse Probleme aufbrachte. Zwischen 2012 und 2014 kamen dann die ersten kabellosen Systeme auf den Markt. Jedoch entsprachen auch diese Systeme nicht Michaels Anforderungen, und so war die logische Konsequenz, sich selbst in das Thema einzuarbeiten und unabhängig von anderen Herstellern nach dem heiligen EMS-Gral zu suchen.

Konkret bedeutete das die Entwicklung eines eigenen EMS-Systems. Technologisch kleiner, besser modulierte Frequenzen, passende Elektroden und das Feuchtigkeits- bzw. Unterwäschethema waren nur einige der Faktoren, die dabei eine Rolle spielten. Die Idee stand, das Konzept war geboren und es wurde natürlich viel probiert und getestet. Seitdem hat ihn das Thema nicht mehr losgelassen, und die Reise in das EMS-Paralleluniversum begann. „Vorbei das Thema mit den weißen T-Shirts – vielleicht zum Schmerz einiger damaliger Anbieter“, schmunzelt Michael beim Gedanken daran. Vorbei war die Zeit des Verbannens von EMS-Kundinnen und -Kunden in einen abgetrennten Raum, um deren Privatsphäre zu gewährleisten. Vorbei war die Zeit der nassgemachten Elektroden. Es musste eine definierte Feuchtelektrode her, keine Ringelektrode, und keine, die verrutschen konnte. Und da ein Anzug das erklärte Ziel war, führte der Weg fort von der Weste.

Etwas Eigenes

Corona beschleunigte die ganze Sache. Studiobetreiber sahen sich auf einmal mit monatelangen Schließungen konfrontiert. Unternehmen für Home-Fitness-Produkte stellten die direkte Konkurrenz dar. Zu dieser Zeit kam Unternehmensberater und Investor Martin Hiebl – selbst jahrelanger Fitnessstudiobetreiber – ins Spiel. Der Business-Angel erkannte das enorme Potenzial des Produktes – sowohl für die gebeutelten Studios als auch für Privatkunden zu Hause, obwohl das EMS-System ursprünglich nur für den Studiomarkt gedacht war. Schnell war klar: Sie wollten keine Zusammenarbeit mit anderen EMS-Herstellern mehr, sondern etwas Eigenes. Das war die Geburtsstunde des SMART WORKOUT EMS HOME KONZEPT. Seither gehen die beiden ihrer Philosophie nach, und das mit vollem Erfolg. Wie gesagt, die Idee stand, das Konzept war geboren und es wurde auf dem Weg viel optimiert – alles immer unter dem Gesichtspunkt, was die Kunden eigentlich wollten. Das Team war im ständigen Dialog. Es war natürlich nicht alles sofort perfekt, aber die Kunden verstanden, wohin die Reise gehen sollte.

Klingt für mich schon irgendwie ähnlich der Story eines weltbekannten Computer- und Smartphone-Gurus, auch wenn Michael nicht gern schwarze Rollkragenpullover trägt – jedenfalls habe ich ihn noch nie in einem gesehen.

Die Kunden kommunizierten eine klare Sprache. Nass sollte es nicht mehr sein, Bewegungsfreiheit musste gegeben sein und der Schlüssel in Zeiten von Corona war Hygiene. 80 % der befragten Kunden gaben an, der Anzug sei das Ausschlusskriterium – egal, wie effektiv das EMS-Training auch sein mochte. Der erste Anzug war dann etwa 2017/2018 bereit für die Präsentation. Seitdem arbeitet das Team von Smart Workout konstant an der Weiterentwicklung und Verbesserung – mittlerweile sind sie bei Release 12 angekommen. Ist ein Ende in Sicht? Definitiv nein, denn die kontinuierliche Weiterentwicklung der Technik und der Möglichkeiten unter Berücksichtigung des Kunden-Feedbacks liegt ihnen am Herzen.

Abb. 1: Die App funktioniert sowohl mit Apple als auch mit Android. Smart Workout Performance GmbH

Und es ging immer weiter. In der Bestrebung, eine optimale Lebensdauer der Anzüge zu fördern, engagierten sie einen Wissenschaftler aus Österreich, der ein patentiertes und extrem hautfreundliches Hightech-Waschmittel in Bioqualität eigens für die Anzüge entwickelte. Auch ein patentiertes Elektroden-Revidierungsspray natürlichen Ursprungs in Gelform hat das Unternehmen im Repertoire. So kann die Beschichtung der Elektroden erneuert werden – auch bei regelmäßigem Desinfektionsmittelgebrauch. All das gibt es im Paket zu den Anzügen dazu, damit der Kunde möglichst lange Freude am System hat.

All-inclusive Gesundheits-Gesamtlösung

Michael Denk ist es bei unserem Gespräch wichtig zu betonen, dass EMS in Zukunft nichts ersetzen, sondern alles Vorhandene ergänzen soll. Ihm geht es um den holistischen Approach, die Menschheit gesünder zu machen. Dabei nimmt seiner Meinung nach EMS eine zentrale Rolle ein. Sein Ziel: In ein paar Jahren soll jeder Mensch EMS kennen, nutzen und damit die eigene Gesundheit optimieren. Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer für die Gesundheit. Das ist die Vision, die Michael und sein Sohn Dominik auch auf ihren Roadshows innerhalb Deutschlands vermitteln und damit möglichst viele Menschen erreichen möchten.

Abb. 2: Hybrides Training zu Hause und im Studio Smart Workout Performance GmbH

Damit ihre Businesskunden ihre eigene Version dieser Vision umsetzen können, bietet das Unternehmen den potenziellen Anbietern ein umfassendes Onboarding. Dieses findet über einen der deutschlandweit 81 Stützpunkte bzw. Partner mit geschulten Ansprechpartnern statt. Jeder Anbieter wird dazu ermutigt, den für ihn oder sie am besten passenden Business-Case zu nutzen. Das heißt, dass sie ihr eigenes Geschäftsmodell vollkommen individuell kreieren können – mit genau dem gewünschten Ausmaß an Unterstützung, damit der Kick-off erfolgreich verläuft. Diese Vorgehensweise steht im Gegensatz zu den üblichen Franchise-Systemen.

Abb. 3: Während der Hausarbeit trainieren – mit Smart Workout. Smart Workout Performance GmbH

Egal, welches Modell angestrebt wird: freiberuflicher Personal Trainer mit EMS-Angebot, Integration ins bereits vorhandene Studio oder das Aufziehen eines neuen Mikrostudios – allein gelassen wird hier niemand. Auch als Privatkunde kann man sich einen Anzug kaufen, das Steuergerät mieten und das System dann zu Hause, im Studio oder beides, eben hybrid, nutzen.

Zusammen ist man weniger allein

Neben der Akademie, wo die Kunden beispielsweise bezüglich der ab Januar 2023 in Kraft tretenden NisV-Regelung* gecoacht werden oder ihre allgemeine Einführung erhalten, gibt es auch die Smart Workout Community, in welcher Best-Practice-Systeme kommuniziert werden, die sich aufgrund bestimmter Faktoren als besonders wirtschaftlich und mit den besten Benefits für den Endkunden herausgestellt haben. Zudem werden Anbieter in ein Marketing-Ökosystem eingeführt, mit dem der Einstieg gelingt sowie notwendige Voraussetzungen geschaffen und gesetzliche Vorgaben eingehalten werden. Kurzum: Von „Wie funktioniert der Anzug? bis hin zur Zertifizierung ist alles inbegriffen im „Full-Service-Paket“. Ein Riesenvorteil: Man kann auch erst einmal niederschwellig einstiegen, ohne eine enorme Investition zu tätigen. Alles ist individualisierbar. Wer möchte, kann erst einmal mit zehn Anzügen anfangen und dann bei Bedarf aufstocken. Die Betreuung startet schon mit der Finanzierung der interessierten Studios. Hier leistet Smart Workout individuell angepasste Finanzierungsmöglichkeiten. Sollten entlang des Weges einmal Probleme auftauchen, greift das 2-stufige Lösungsmodell, in welches die Geschäftsleitung direkt involviert ist, und so schnelle Lösungsmöglichkeiten geboten werden.

Erfolg ist ein Konzept

Erfolgreich wird man nur mit gut geschulten Mitarbeitern und einem zukunftsorientierten Konzept, das über eine breite Kundenakzeptanz verfügt. Genau dort setzt das Smart Workout EMS Konzept an und die Smart Workout Academy befeuert das System zum sicheren Erfolg. Die Vertriebsacademy wird von Michael Frenzel und Martin Lorenz geleitet. Beide sind erfolgreiche Smart Workout EMS Standortpartner der ersten Stunde und absolute Vertriebsprofis im B2B- sowie im B2C-Sektor mit langjähriger Erfahrung im Sport-, Fitness- und Gesundheitsbereich. Das Betreuen von Smart Workout Standortpartnern ist ein Schlüssel des großen Konzept-Erfolges. Michael und Martin sind die Ansprechpartner, wenn es um die Eröffnung eines neuen Standortes geht und schulen Mitarbeiter, welche in den Vertrieb der Smart Workout EMS Systeme eingebunden werden. Doch da hört es nicht auf. Genau an dieser Stelle beginnt der gemeinsame Erfolg, die Betreuung fängt an und hört nicht mehr auf. Das Smartworkout Konzept, kann schnell und sicher umgesetzt werden, auch wenn man noch gar keine oder nur wenig Erfahrung mit EMS hat. Smart Workout macht alle erfolgreich! Wenn ihr mehr dazu erfahren wollt, dann kontaktiert Michael und Martin über die freigegeben Mobilnummern.

Abb.4: Michael und Martin haben stets ein offenes Ohr. Smart Workout Performance GmbH
Abb. 5: Die Powerbox ist schön klein und dockt mühelos an den Anzug an. Smart Workout Performance GmbH

Zukunftsmusik

Erklärtes Ziel ist es wie bereits erwähnt, dass in ein paar Jahren jeder Mensch EMS kennt, nutzt und in das tägliche Leben integriert. Dazu befindet sich Smart Workout auf Expansionskurs und konnte schon einige Erfolge verbuchen. Der neueste Clou: In Zukunft werden Reisende auf „Mein Schiff“ (TUI) 3–6 in den Genuss von EMS-Anzügen aus dem Hause Smart Workout kommen. Denn dort hat sich das Unternehmen gegen drei Mitanbieter von Trockenanzügen durchgesetzt.
Ein erster Test auf „Mein Schiff 6“ war überaus erfolgreich – sowohl für die Gäste als auch die Mitarbeiter. Martina Schumann, Director SPA & Sport von sea chefs Cruises Worldwide GmbH: „TUI Cruises und sea chefs sind überzeugt, das richtige Produkt an Bord der Mein Schiff Flotte zu implementieren und mehr für das gesunde Training tun.“

Weiterhin steht der Launch eines Premiumsets (Kosten um die 12.000 Euro) kurz bevor. Dieses Gesamtpaket umfasst Anzüge, Steuergeräte, Tablet, Software, Dokumentationslösungen, NisV-Schulung und Marketing-Tools, wie Banner und Roll-ups). Zudem plant Smart Workout in naher Zukunft die Inzahlungsnahme alter EMS-Geräte zu fairen Konditionen. Durch die steigenden Personal-, Fitnessgeräte- und Energiekosten werden solche Geschäftsoptionen für Studiobetreiber zur Sicherung der Existenz natürlich noch an Bedeutung gewinnen.

Was die Zukunft für das EMS-System von Smart Workout sonst noch für Überraschungen bereithält? Wir sind gespannt und verfolgen neugierig all ihre weiteren Steps. Wenn ihr Teil dieser Zukunft sein und mehr zu Smart Workout erfahren möchtet, dann zögert nicht und informiert euch über ein für euch passendes Starter- oder Business-Modell. The Future is now.

Drei Fachfragen an Michael Denk

Was hat es mit eurem RPP-System auf sich und weshalb habt ihr es entwickelt?

Bei den meisten Studios dreht sich alles nur um Performance, also nur um das Training. Viele Menschen sind aber gar nicht trainingsfähig, da stimmt es in der vorderen Kette nicht, also muss der erste Schritt die Wiederherstellung der Trainingsfähigkeit sein. Das beinhaltet die Wiederherstellung von Körperfunktionen, die aktuell aufgrund des Lebensstils eingeschränkt sind. In Kombination dazu hören wir uns die Erwartungshaltung der Kunden an. Was ist das Problem? Wo möchten sie hin? Das ist ein diagnostisches Thema (recognition). Nur so kommen wir gemeinsam weiter. Wenn ich beispielsweise einen Kunden mit Rückenschmerz habe, dann muss man die Balance im Körper erst wiederherstellen. Deshalb haben wir das RPP-System entwickelt (recognition, protection, performance).

Wie lange dauert so eine Wiederherstellung?

Das ist das Schöne bei EMS, die dauert nicht immer und ewig. Die Wiederherstellungsfunktion bei kleineren Problemen dauert etwa 7 Wochen und bei einem größeren etwa 14 Wochen. Also alles gut von der Zeit her beherrschbar. Das ist ein ganzheitlicher Ansatz.

Und danach fängt erst das eigentliche Training, die Performance an?

Ja und mit dieser Vorgehensweise sichern wir uns einen langfristigen Kunden, der uns vertraut. Wir sorgen dafür, dass seine Trainingsfähigkeit und sein Gesundheitszustand geschützt und beibehalten werden (protection). Das heißt, wir schützen das Erreichte, und das macht die Kunden zufrieden.

* Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen

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shape UP Business 4/2022

Aktuelle Ausgabe
Erschienen am 15. November 2022