Ein Blick in das Arbeitsrecht lohnt sich immer: Wer die Regelungen für Arbeitszeit und Überstunden kennt, hat im Streitfall die Nase vorn – und das Gesetz auf seiner Seite.

Das Maß aller Dinge

Üblicherweise vereinbaren Arbeitgeber und Arbeitnehmer entweder schriftlich oder mündlich, wie viele Stunden die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers pro Woche umfassen soll. Sofern keine schriftliche Regelung vorliegt, gilt die mündliche Absprache. Die größte Sicherheit für beide Seiten bietet eine verbindliche schriftliche Regelung. Sinnvoll ist es auch, zu regeln, wann die Arbeitsleistung zu erbringen und auf wie viele Tage sie verteilt ist. Wenn schon zu Beginn des Arbeitsverhältnisses nicht festgelegt wurde, wie viele Stunden an welchen Tagen gearbeitet werden soll, so sollte man zumindest die Anzahl der Tage bestimmen, an denen gearbeitet wird. Diese Information ist nämlich für eine Vielzahl von Folgethematiken sehr bedeutsam – beispielsweise für den Urlaubsanspruch.