Um potentiellen Fitnesskunden näher zu kommen, sollte man nichts dem Zufall überlassen. Erst gilt es, sie ins Studio zu locken, um dann beim Erstkontakt möglichst alles richtig zu machen. Ob die Zukunft dann eine gedeihliche Beziehung bringt, entscheidet sich zu einem großen Teil, bevor das erste Eisen gestemmt wird.

Bei der Kundengewinnung sind Vergleiche zur Anbahnung einer Ehe nicht gar so abwegig. Die weitaus schwierigere und das höchste Engagement fordernde Phase ist bei beiden Unterfangen die Akquisition. Beim ersten Kennenlernen überzeugen und schnell klarmachen, dass man wirklich die beste Wahl ist. Dann kommt das Probetraining als erstes körperliches Beisammensein – auch da sollten wir einen guten Tag erwischen. Beim ersten regulären Besuch, quasi der Hochzeitsnacht, gibt man sich auch noch gesteigerte Mühe, bevor man dann allmählich der Routine verfällt. Und Letzteres ist eigentlich auch ganz okay, denn: „Der Aufwand, einen Fitnesskunden zu gewinnen, ist zehnmal größer als die Mühe, einen Kunden zu behalten“. Das ist ein Satz vom Experten für Gesundheitswirtschaft und Fitnessstudio Consulting Antonio e Silva, auf den auch die nachfolgenden Empfehlungen zur erfolgreichen Vorbereitung des Vertragsabschlusses zurückgehen. Das dabei Aufgezeigte bildet selbstverständlich nur eine von vielen denkbaren Vorgehensweisen ab und rückt zuvorderst die zwischenmenschliche Komponente in den Fokus, die in der Marketing-Literatur oft zu kurz kommt. Dass dabei bewusst mit möglichst einfachen Mitteln agiert wird, dürfte den nicht wenigen Pragmatikern unter den Studiobetreibern entgegenkommen.