Yoga für Kinder kommt in Mode. Was im ersten Moment für manchen absurd klingen mag, kann sich zum neuen Trend für Studios entwickeln. Warum es sich lohnt, zumindest mal darüber nachzudenken, lesen Sie hier.

Stress schon im Kindesalter?

Es ist noch nicht so lange her, da hielt selbst ich, Yogalehrerin und Sportwissenschaftlerin, Yoga für Kinder als übertrieben. Seit ich selbst Mama bin und die Kinder der Eltern in meinem Freundeskreis älter werden, halte ich es hingegen für ziemlich wichtig.

Es klingt zunächst absurd, ausgerechnet mit Kindern, die sich schließlich wie kein anderer im „Hier und Jetzt“ befinden, Yoga zu üben. Kinder sind Meister darin; beispiellos machen meine Töchter mir täglich vor, wie Achtsamkeit funktioniert. Ihnen fallen Dinge auf, die ich längst nicht mehr wahrnehme. Sie lassen ihre Wut laut raus und genießen das Leben auf wunderbare Art und Weise. Warum also sollten ausgerechnet Kinder jetzt Yoga nötig haben? Wenn man allerdings mehr und mehr in die Welt von Kindern eintaucht, mit Eltern spricht, übers Elternsein liest und die gesellschaftlichen Gepflogenheiten miterlebt, versteht man es besser. Die Einschulung ist beispielsweise inzwischen ein richtiges Event geworden, das mit Stress, Hektik und Druck verbunden ist. Dabei ist ein Kind bei der Einschulung erst sieben Jahre alt.