In eigener Sache: Die shape UP Business wird das 1. Zertifikatsprogramm „Sports Innovation Management“ der BAW medial begleiten. Ab Januar 2021 trainieren 25 Talente aus der Industrie, wie man Meister der Ideenentwicklung wird. Neben einem neuartigen und sehr interaktiven Trainingskonzept spielt vor allem die Vernetzung von Herstellern, Verbänden, Medien und Experten eine bedeutende Rolle. Das sportliche Ziel: Die deutsche Sport- und Fitnessbranche in Sachen Innovation an die internationale Spitze führen.

Der sachlogische Zwang zur Innovation liegt auf dem Tisch. Jeder Unternehmer weiß: Ich muss handeln! Aber das Tagesgeschäft verzögert alles. Kein Wunder. Die größten Unternehmer werden zu Unterlassern, wenn das Geschäft gut läuft. Wie aber kann man eine Gesamtlösung erarbeiten und den Unternehmern ein System zur Verfügung stellen, das mehrere Probleme auf einmal löst? Damit haben sich die beiden BAW-Absolventen Nils-Peter Hey (Kommunikationswirt BAW, Abschlussjahrgang 2001) und Ralph Scholz (Kommunikationswirt BAW, Abschlussjahrgang 1988) befasst. Mit im Team: Tippgeber und Berater aus Praxis, Wissenschaft, Bildungsmanagement und Marketing. Das Ziel: Eine Systemlösung, die den Unternehmen in überschaubarer Zeit die nötigen Talente zuspielt.

Praxisnähe im Fokus

Da wir auf einen immensen (Fachkräfte-)Mangel zusteuern – und das nicht nur aufgrund der demografischen Entwicklung – brauchen wir Mechanismen zur regelmäßigen Gewinnung von Mitarbeitern und zum Aufbau neuer Talente. Unternehmer haben aber zu Recht keine Lust, über mehrere Jahre zu investieren, um die Leute dann zur Konkurrenz abwandern zu sehen. Andererseits bringen die heutigen Absolventen aus Bachelor-Studiengängen kaum belastbare praktische Erfahrungen mit. Daher besteht der Bedarf nach einem Training, das für (Quer-)Einsteiger und Branchenerfahrene gleichermaßen geeignet ist. An der BAW wird es möglich, diesen Weg in nur zehn Monaten zu beschreiten und bereits während der Trainingsphase erste wirtschaftlich nutzbare Ergebnisse für die Unternehmen zur Verfügung zu stellen.

Direkter Nutzen für die Branche

Wer über Innovationsmethoden liest, lernt schnell: Es funktioniert am besten, wenn die forschenden Mitarbeiter ein wenig abseits des operativen Geschehens kreativ sind. Je weniger Beeinflussung durch den Status quo stattfindet, desto kreativer die Ergebnisse. „Innovation Lab“ nennt man das. Dafür kann man eine neue Firma, einen neuen Standort gründen oder Menschen in ein Trainingsprogramm entsenden. Aus diesem Trainingsprogramm heraus entstehen bereits viele Nebennutzen: Die Förderung der Mitarbeiter kann zum zentralen Bestandteil der Mitarbeiterkommunikation werden (z. B. Employer Branding), für die sozialen Medien entstehen jede Woche Kommunikationsaufhänger (z. B. Bericht aus unserem Innovation Lab) und am Ende warten die Teilnehmer mit konkreten Ergebnissen (Abschlusspräsentation der Innovationsprojekte) auf. Quasi nebenbei können Projekte aus dem Unternehmen vorangetrieben werden.

Keine Alternative

Die BAW will mit diesem Trainingsangebot ganz bewusst nicht mit den Hochschulen konkurrieren. Der Zertifikatslehrgang „Sports Innovation Management“ bietet ein Trainingsprogramm, das von Hochschulen so nicht angeboten wird. Dafür ist schon die Dauer zu kompakt. Während sich z. B. Bachelor-Studenten vor allem der Wissenschaft widmen, sind „Sports Innovation Manager*innen BAW“ Praktiker, die zunächst massenweise Ideen entwickeln, wieder verwerfen und die Besten von ihnen zu ersten Prototypen heranreifen lassen. Das ist mehr ein Handwerk, weniger eine Wissenschaft und zudem auch ohne formale Hürden (z. B. Abitur) zugänglich. Das Zertifikatsprogramm kann aber auch als Einstieg in die Branche dienen, ein späteres Hochschulstudium, z. B. im Bereich Sport Management, ist ein logischer nächster Schritt. Aber auch Hochschulabsolventen, die eine besondere, praktische Herausforderung suchen, finden hier eine sehr stimulierende Fortsetzung ihres Studiums.

Ideale Plattform

Unternehmer stehen vor einem Dilemma: Sie müssen Mitarbeiter gewinnen und zum Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke entsprechende Wertangebote machen. Andererseits gelten die jüngeren Generationen als weniger loyal. Zurecht haben viele Unternehmer daher den Einwand, dass Bildungsinvestitionen verloren sind, wenn Mitarbeiter direkt nach der Trainingsmaßnahme den Arbeitgeber wechseln. So berechtigt diese Angst ist, der Zwang zur Gewinnung und Qualifizierung von Mitarbeitern, der hier eröffnet wird, ist stärker! Es bietet sich beispielsweise an, etablierte Mitarbeiter zu entsenden. Speziell im Bereich 50+ gibt es heute sehr motivierte Menschen, die man für diese Idee gewinnen kann und die sich eine neue Herausforderung wünschen. Auch, weil das Entwickeln von Ideen nicht an Altersgrenzen gebunden ist. Als Unternehmer lohnt es sich also, auf Basis von Stipendien gezielt Mitarbeiter innerhalb und außerhalb des Unternehmens anzusprechen.

Insbesondere Digitalisierung und demografischer Wandel stellen die Branche vor nie gekannte HerausforderungenMikko Lemola / shutterstock.com
Insbesondere Digitalisierung und demografischer Wandel stellen die Branche vor nie gekannte Herausforderungen

Sofort einsatzfähig

Natürlich sind die Talente nicht gleichmäßig verteilt und niemand weiß, wie genau sich einzelne Personen in einer Trainingsmaßnahme entwickeln. Daher gelten Zertifikatsprogramme an der BAW nicht nur zum Spaß als „längstes Assessment-Center“ der Welt. Im Dialog mit den Trainern lässt sich während des Trainings genau erkennen, wer besondere Stärken entwickelt. Ziel der Maßnahme ist es dabei stets, dass Mitarbeiter so schnell wie möglich werthaltig einsetzbar sind. Die Kombination aus Betriebspräsenz und Training (Freitag/Samstag)  hat sich in den vergangenen 30 Jahren als Standard etabliert. Über die Wochenend-Komponente ist auch sichergestellt, dass Mitarbeiter die Maßnahme wirklich wollen. Denn wer bereit ist, eigene Freizeit einzubringen, gehört mit Sicherheit zu den Engagierten, auf deren Treue man sich verlassen kann.

Imagewert? Unbezahlbar.

Da die BAW eine Ansammlung von Marketing-Experten ist, liefert das Zertifikatsprogramm die Kommunikationsbausteine gleich mit. Über Berichte aus dem Training, Zwischenstände, Mitarbeiterportraits und vielen weiteren Anlässen kann jeder entsendende Programmpartner viele Anlässe für positive Kommunikation nutzen. Das Auftreten als Stipendiengeber hat für Mitarbeiter und Kunden einen nicht zu unterschätzenden Nachrichtenwert und zeigt das aufrichtige Engagement eines Unternehmens im Kampf um die besten Köpfe. Zudem ist die Unterstützung auch eine Maßnahme im Sinne der Corporate Social Responsibility (CSR).

Ab in die Höhle der Löwen

Wer die BAW kennt, weiß: Die Abschlusspräsentationen sind eine aufregende Sache. Hier wird heftig gepitcht. Ähnlich der „Höhle der Löwen“ müssen die Trainierenden mit ihren Ideen auf die Bühne und ihre Arbeiten vor einer Fachjury präsentieren und verteidigen. Die besten Arbeiten werden prämiert. Auch wenn es noch nicht final ist: Die Arbeiten des ersten Jahrgangs sollen im Rahmen einer neuen Fachmesse ausgestellt werden.  Dann folgt die große Party, zu der natürlich Arbeitgeber, Familie und Freunde herzlich eingeladen sind.

Die Qualifikation "Sport Innovation Management" ist eine ideale Ergänzung zum Studium, eignet sich aber auch für Praktiker ohne StudienberechtigungImageFlow / shutterstock.com
Die Qualifikation "Sport Innovation Management" ist eine ideale Ergänzung zum Studium, eignet sich aber auch für Praktiker ohne Studienberechtigung

Die Krönung

Am Ende der Reise steht das Zertifikat zum „Sports Innovation Manager*in BAW“. In Fachkreisen gilt die BAW seit 1949 als Kaderschmiede des Marketing-Nachwuchses. BAW-Absolventen findet man fast überall in der Wirtschaft, meist in Führungspositionen. Damit wird man auch Teil einer rund 20.000 Menschen umfassenden Community, der „BAW Alumni“. Aller Voraussicht nach wird das BAW-Zertifikat auch die Anerkennung der einen oder anderen privaten Hochschule genießen, die dann die richtigen Ansprechpartner auf dem Weg zum Bachelor- oder Masterabschluss sind. 

Die shape UP Business wird in jeder Ausgabe und natürlich auch online ausführlich über die Fortschritte, Projekte und neuen Konzepte berichten. Wir freuen uns damit in diesem Kontext schon auf ein spannendes Jahr 2021!

Weitere Informationen zum Zertifikatsprogramm „Sports Innovation Management“ für Arbeitgeber und Bewerbung für Teilnehmer

https://su.rpv.media/5c

Transparenzhinweis

Die BAW wurde erstmals 1949 von führenden deutschen Industrie- und Medienunternehmen gegründet. Sie hat bisher über 20.000 Absolventen hervorgebracht. Seit 2017 ist sie eine Genossenschaft. Die Richard Pflaum Verlag GmbH & Co. KG und die Herausgeber der shape UP Business sind, zusammen mit rund 50 weiteren Anteilseignern, in der Genossenschaft engagiert.