Wer als selbstständiger Fitnesstrainer arbeitet, sollte Vorsorge dafür tragen, dass er ausreichend versichert ist. Denn egal, wie sehr man darauf achtet, dass es den Kunden im Studio gut geht – manchmal lassen sich Unfälle nicht vermeiden. Gleiches gilt auch für Sie als Studiobetreiber, der mit selbstständigen Trainern zusammenarbeitet.

Berufshaftpflichtversicherung 

Ein Kunde verletzt sich im Kurs wegen einer falschen Anweisung oder am Gerät, weil der Trainer kurz nicht aufgepasst hat. Das kann im Ernstfall richtig teuer werden. Arztbesuche und Verdienstausfälle können horrende Kosten verursachen. Ein bleibender Schaden beim Kunden bedroht womöglich die Selbstständigkeit. Denn selbstständige Trainer haften vollumfänglich mit ihrem Privatvermögen. Die Privathaftpflicht greift nicht! Mit der gewerblichen Haftpflichtversicherung werden die finanziellen Sorgen leichter. Sie ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, wird aber dringend empfohlen, da sie unter anderem Schmerzensgeld, Arztrechnungen oder Kosten für beschädigtes Eigentum der Kunden abdeckt. 

Leistungen im Überblick

Versicherte Schadensarten

Haftet bei Schadensersatzansprüchen Dritter 

Personenschäden

Wehrt unberechtigte Ansprüche ab 

Sachschäden 

Versichert dich und deine Mitarbeiter

Vermögensfolgeschäden aufgrund eines Personen- oder Sachschadens 

Versicherungssumme

Die Höhe der Versicherungssumme sollte individuell auf die Tätigkeit abgestimmt sein – festlegen müssen Versicherte sie selbst. Bei einer niedrigen Versicherungssumme wird ein hoher Schaden nicht zu 100 Prozent übernommen. Hier spricht man von Unterversicherung. Wenn die Versicherung hingegen einen Betrag abdeckt, den Fitnesstrainer bei ihrem Berufsrisiko vermutlich nie erreichen, sind sie überversichert und zahlen zu viel. Die Deckungssumme kann den Umständen entsprechend jederzeit angepasst werden.

Kosten

Was die Versicherung kostet, lässt sich einfach und unverbindlich auf Vergleichsportalen herausfinden. Grundsätzlich ist der Preis abhängig von Versicherungssumme, Selbstbeteiligung und vom individuellen Risiko. Ein Yoga-Lehrer hat bspw. ein geringeres Risiko als ein Personal Trainer, mit dem Kunden an ihre körperlichen Leistungsgrenzen gehen. Mein Tipp: Schließen Sie als Fitnessstudio-Betreiber unbedingt eine gewerbliche Haftpflichtversicherung ab, um Schäden abzusichern, die Sie oder Ihre angestellten Mitarbeiter verursachen. Gehen Sie zudem auf Nummer sicher und sprechen Sie mit Ihren freiberuflichen Trainern über deren Versicherungsschutz.

Berufsunfähigkeitsversicherung 

Auch Fitnesstrainer sind vor Verletzungen nicht gefeit und das kann fatale Folgen haben. Denn wenn sie aufgrund einer Verletzung ihren Beruf nicht mehr ausüben können, geraten sie schnell in finanzielle Nöte. In diesem Fall springt die Berufsunfähigkeitsversicherung ein.

Inhalts- und Firmenrechtschutzversicherung 

Studiobetreiber sollten auch ihr Equipment versichern. Denn wenn bspw. ein Feuer die Geräte zerstört, müssen sie ohne Inhaltsversicherung die Kosten zur Neuanschaffung selbst tragen. 

Auch Anwalts- und Prozesskosten können schnell teuer werden, wenn bspw. ein verletzter Kunde das Studio wegen Fahrlässigkeit anzeigt – nicht so mit der Firmenrechtschutzversicherung.

Fazit

Sichern Sie Ihr Fitnessstudio vollumfänglich ab. Nur so schaffen Sie nicht nur Sicherheit für Ihre Mitglieder, sondern auch einen sicheren Arbeitsplatz, an dem Ihre Trainer gerne arbeiten.

Surftipps

Mehr Infos zur Absicherung sowie gute Tipps für angehende Fitnesstrainer gibt es hier: https://su.rpv.media/l3