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shape UP Business 3/2022

Audio-Marketing für Fitnesseinrichtungen

Ob Podcasts, Clubhouse oder Twitter Spaces: Audio-Content wird immer beliebter. Dieser lässt sich nebenbei konsumieren, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer einen Bildschirm im Blick behalten oder weiterblättern müssen. Laut dem Online-Audio-Monitor 2021 nutzten im vergangenen Jahr bereits knapp zwei Drittel der deutschen Bevölkerung, 64,1 Prozent, regelmäßig Online-Audio-Formate. Dadurch entstehen auch für Fitnessstudiobetreiber und -betreiberinnen neue Möglichkeiten, über die sich die eigene Zielgruppe erreichen lässt.

Andreas Karasek
Lesezeit: ca. 3 Minuten
Fer Gregory/shutterstock.com

Im Audio-Bereich galt Radiowerbung lange als Erfolgsgarant. Doch die Digitalisierung hat in den letzten Jahren aus Radio Audio gemacht. Nun gibt es zahlreiche neue Kanäle wie Webradios, Musikstreaming, Podcasts oder Smartspeaker. Damit verändert sich das Audio-Marketing und bietet auch denjenigen neuen Möglichkeiten, die um Radio bisher einen Bogen gemacht haben.

Ein eigener Podcast?

Seit einiger Zeit sind vor allem die Themen Voice- und Podcast-Marketing stark im Kommen, wobei Audio aus mehr als diesen beiden Formate besteht. Als Klassiker gilt die Radio-Werbung, die eine hohe Reichweite erzielt, allerdings meist einen großen Streuverlust hat und oft auch ein umfangreicheres Marketingbudget erfordert. Beim lokalen Radiosender können Fitnessstudios beispielsweise ganz klassisch Werbung schalten, um es in der eigenen Region bekannter zu machen. Doch vor allem zu den klassischen Radiozeiten morgens und am frühen Abend – wenn viele Menschen Radio hören – kann beziehungsweise möchte sich nicht jede Studioinhaberin und jeder Studioinhaberinhaber die Werbekosten leisten.

Ein weiterer Touchpoint

Mit eigenen Unternehmens-Podcasts erreichen hingegen auch kleinere Studios Sportbegeisterte an einem weiteren Touchpoint und schaffen Verbundenheit. Inhaber oder verantwortliche Mitarbeiter können über die Themen frei entscheiden und somit ganz konkret auf die Wünsche und Bedürfnisse der eigenen Mitglieder eingehen. Selbstverständlich gibt es bereits viele Fitness-Podcasts, die rund um die Themen Sport und Fitness, Ernährung oder das richtige Mindset berichten.

So viele Möglichkeiten

In einem eigenen Podcast können Inhaber, Betreiber oder Trainer jedoch viele weitere Themen ansprechen. So lassen sich beispielsweise verschiedene Übungen erklären, die beim Hören direkt mitgemacht werden können. So können auch Mitglieder, die sich eventuell gerade in Quarantäne befinden oder aus einem anderen Grund nicht vor Ort im Studio trainieren möchten, unter Anleitung Sport treiben. Zudem lassen sich über diesen Weg auch immer wieder Besonderheiten und Leistungen des eigenen Studios integrieren.

Syda Productions / shutterstock.com

Allerdings ist ein eigener Podcast auch mit einigem Aufwand verbunden: Wer einmal damit anfängt, muss seinen Zuhörern auch regelmäßig neuen Content bieten. Als Gast in einem Podcast aufzutreten ist dagegen schon weniger aufwendig. Doch dabei liegt die Herausforderung darin, in einem thematisch passenden Podcast auftreten zu dürfen.

Blogcast: Blogtexte als Audio-Format

Eine weitere Möglichkeit für Audio-Content bietet ein sogenannter Blogcast. Im Prinzip handelt es sich dabei um die Vertonung von Blog-Beiträgen. Solltest du auf deiner Website bereits einen Blog betreiben, in dem du beispielsweise Übungen beschreibst, über Fitness- und Ernährungstrend berichtest oder auch nur Informationen und Neuigkeiten über dein Studio verbreitest, kannst du die Beiträge auch einfach vorlesen und vertonen. Damit schaffst du einen weiteren Touchpoint für deine Mitglieder, die vielleicht wenig Lust und Zeit zum Lesen haben.

Audio-Dateien zukünftig in Google-Suchergebnissen

Zudem besteht für Fitnessstudios die Möglichkeit, auf Audio-Plattformen wie Spotify Werbung zu schalten. Über die sogenannte „Streaming Ad Insertion“ lassen sich zum Beispiel Ads programmatisch und in Echtzeit in Podcasts platzieren, um die Audio-Werbestrategie anhand von Zielgruppen-Insights und Ad-Performance-Daten zu optimieren. Durch die Messbarkeit von Audio-Advertising lassen sich so Maßnahmen auf ihren Erfolg analysieren. Die gewonnenen Kenntnisse kannst du als Studiobesitzer dafür nutzen, deine Zielgruppe mit spannenden Informationen zu versorgen und dich über einzigartigen Audio-Content von Mitbewerbern absetzen. Google arbeitet auch daran, Audio-Dateien in den Suchergebnissen zu platzieren. Wie bei anderem Content spielt dabei vor allem der gebotene Mehrwert eine wichtige Rolle für ein gutes Ranking.

Surftipp

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shape UP Business 3/2022

Aktuelle Ausgabe
Erschienen am 22. September 2022