Titelbeitrag
shape UP Business 2/2021

Alles Erbse oder was?

Inkospor launcht veganes Erbsenprotein

Proteinpulver ist nur etwas für Leistungssportler oder Männer, die ihre Muskeln aufbauen wollen? Fehlanzeige! Proteinpulver helfen Mann und Frau nicht nur dabei, den Metabolismus zu pushen, sondern auch beim Abnehmen. Vegane Proteinpulver sind derzeit auf dem Vormarsch. Inkospor macht euch mit seinem neuen nachhaltigen veganen hypoallergenen Erbsenprotein in Bio-Qualität zur Prinzessin bzw. zum Prinzen auf der Erbse – und das ganz ohne künstliche Zusätze.

Dr. Julia Röder
Lesezeit: ca. 8 Minuten
Africa Studio / shutterstock.com

Mittlerweile gibt es einige vegane Alternativen zum herkömmlichen Proteinpulver aus Molke. Meist basieren diese auf Soja, Reis oder Hanf. Dem Erbsenprotein haben sich bisher die wenigsten Hersteller angenommen. Dabei liegen die Vorteile klar auf der Hand.

Die Mischung macht’s

Erbsenprotein setzt sich aus einer Mischung von essentiellen und nicht essentiellen Aminosäuren (EAAs) zusammen. Essentielle Aminosäuren benötigt unser Körper, kann sie jedoch nicht selbst produzieren. Das bedeutet, wir müssen diese mit der Nahrung aufnehmen. Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine in unserem Körper und sie bestehen immer aus demselben Grundgerüst mit variablen Seitenketten (siehe Abbildung 1). Die Proteine wiederum sind Bestandteil unseres Körpergewebes und so auch der Muskulatur. In Erbsenprotein sind allle acht EAAs enthalten; besonders hoch ist der Anteil an den Aminosäuren L-Arginin, L-Lysin, Leucin, Isoleucin und Valin. Mit fast sieben Gramm L-Arginin pro 100 Gramm Erbsenprotein enthält dieses viermal so viel davon wie herkömmliches Molkepulver. L-Arginin wird in Verbindung mit einer gesunden Potenz und einer verbesserten Durchblutung in Verbindung gebracht.

Abbildung 1: Die chemische Grundstruktur von Aminosäuren. ALIOUI MA / shutterstock.com

L-Lysin ist unverzichtbar

L-Lysin ist eine essentielle Aminosäure und nimmt in unserem Körper vielerlei Funktionen ein. Sie ist Cofaktor für die Resorption, also die Aufnahme von Kalzium, und demnach bei der Gesundheit der Knochen beteiligt. Auch bei der Bildung von Kollagen spielt L-Lysin eine wesentliche Rolle. Kollagen ist wichtiger Bestandteil unseres Bindegewebes und somit unter anderem der Knochen, Knorpel, Sehnen, der Haut. Zudem ist L-Lysin für ein gut funktionierendes Immunsystem unverzichtbar. Die Antikörper, welche uns vor Infektionen schützen, bestehen aus Proteinen. Ein Lysinmangel hätte für den Körper demnach schwerwiegende Folgen. Von einem Lysinmangel-Risiko betroffen sind vor allem Vegetarier und Veganer, Sportler, welche regelmäßig intensiv trainieren, und Menschen mit Osteoporose. Für all diese eignet sich Erbsenprotein zur Supplementierung. Bisher bestehen keine offiziellen Richtwerte für den Bedarf der einzelnen Aminosäuren. Angenommen wird ein durchschnittlicher täglicher Bedarf an L-Lysin von 800 bis 3.000 mg bei einer 70 kg schweren Person.

Eine Portion eines hochwertigen Erbsenproteins (20 g bei über 80 Prozent Proteingehalt) versorgt den Körper dementsprechend bereits mit etwa 500 mg Lysin. L-Lysin und L-Arginin steigern letztendlich die Leistungsfähigkeit und die Ausdauer, was speziell für Sportler von Bedeutung ist.

Fettverbrennung und Diabetes

L-Lysin ist der Vorläufer von Carnitin, welches wiederum an der Fett- und Fettsäureverbrennung beteiligt ist. Interessanterweise konnten Forscher in einer Studie, die 2011 im Nutrition Journal veröffentlicht wurde, zeigen, dass ein Erbsenproteinshake, 30 Minuten vor einer Mahlzeit getrunken, so sättigen kann, dass weniger von der Hauptmahlzeit verzehrt wird. Nahmen die Probanden hingegen Molke- oder Eiprotein zu sich, zeigte sich dieser Effekt nicht und sie verzehrten normale Portionen. Ausdauersportler sind grundsätzlich auf eine zusätzliche Mobilisierung von Fettsäuren angewiesen, um daraus Energie zu gewinnen. Hierzu trägt Carnitin wesentlich bei.

Carnitin kann sich darüber hinaus auch positiv auf den Cholesterin- und Blutfettspiegel auswirken. Diabetiker scheinen regelmäßig niedrige Carnitinspiegel aufzuweisen. Italienische Wissenschaftler stellten fest, dass eine Nahrungsergänzung mit Carnitin nicht nur den Cholesterin-, sondern auch den Triglyceridspiegel signifikant senken kann. Wenn wir kohlenhydratreiche Lebensmittel zu uns nehmen, dann steigt unser Blutzuckerspiegel an, was die Bauchspeicheldrüse dazu stimuliert, größere Mengen des Hormons Insulin auszuschütten.

Insulin wiederum sorgt dafür, dass die Kohlenhydrate (in Form von Glukose, also Zucker) in unsere Zellen gelangen und dort entweder verbrannt oder in Form von Glykogen und/oder Fett gespeichert werden. Stark prozessierte, d. h. verarbeitete Nahrungsmittel wie Weißbrot, Süßigkeiten etc. erhöhen den Blutzuckerspiegel langfristig. Zudem werden Fette vermehrt gespeichert. Auf lange Sicht kann sogar eine Insulinresistenz, die Vorstufe von Diabetes Typ 2, entstehen. Dementsprechend solltest du vor allem vollwertige Lebensmittel zu dir nehmen und deine Ernährung mit hochwertigen Proteinen ergänzen, damit eine übermäßige Fetteinlagerung vermieden wird und der Blutzucker- sowie Insulinspiegel optimal reguliert werden können.

Muskelaufbau und Regeneration

Erbsenprotein verfügt aber auch noch über eine hohe Menge an BCAAs, den sogenannten Branched Chain Amino Acids. Diese sind besonders wichtig für den Muskelaufbau. Sie sind somit wichtig sowohl für Sportler, die intensives Krafttraining ausüben, als auch für ältere Menschen, um einem ernährungsbedingten Muskelabbau vorzubeugen. Intensives Krafttraining verursacht, wie jede Aktivität, Abnutzungserscheinungen des Muskelgewebes. Aus den zu uns genommenen Proteinen gewinnt unser Körper Aminosäuren, welche für die Regeneration und die Reparatur strapazierter bzw. verletzter Muskeln notwendig sind. Erbsenprotein liefert hohe Mengen an Leucin, Isoleucin und Valin – beinahe genauso viel wie Molkeprotein.

Eisenmangel

Eisen wird für viele physiologische Prozesse benötigt, die sich innerhalb unseres Körpers abspielen. Der Sauerstofftransport in unserem Blut stellt nur einen davon dar. Vor allem Veganer, aber auch viele Vegetarier und insbesondere Frauen leiden unter Eisenmangel. Grundsätzlich stellt Fleisch immer noch die einfachste Möglichkeit dar, sich mit dem wichtigen Nährstoff zu versorgen. Mehr und mehr gesundheitsbewusste Menschen setzen jedoch auf eine pflanzliche Diät. Hierbei gilt es jedoch, die Aufnahme eisenhaltiger Nahrungsmittel im Blick zu behalten, um Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Haarausfall und anderen Symptome des akuten Eisenmangels vorzubeugen. Schon eine Portion (20-25 g) Erbsenprotein pro Tag deckt in etwa 30 Prozent des Eisenbedarfs einer Frau, der circa bei 15 mg Eisen liegt. Männer benötigen hier nur etwa 10 mg. In Erbsenprotein ist, wie bei Eisen aus Pflanzenquellen üblich, das sogenannte nichthämische, dreiwertige Eisen enthalten. Dessen Resorption kann durch eine gleichzeitige Aufnahme von Vitamin-C-haltigen Nahrungsmitteln, wie beispielsweise Orangensaft, erhöht werden.

Entzündungshemmend und für Allergiker

Bereits 2012 wurde eine Studie zur antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkung von Erbsenprotein veröffentlicht. Dabei zeigte das Erbsenprotein eine signifikante hemmende Wirkung auf das beim Zellstoffwechsel entstehende Stickoxid, welches in großer Menge zytotoxisch, also zellschädigend, wirken kann. Darüber hinaus zeigte das untersuchte Erbsenprotein eine signifikante Hemmung entzündungsvermittelnder Transmitter. Hierbei handelt es sich um Botenstoffe, welche Entzündungsreaktionen im menschlichen Körper hervorrufen. Erbsenprotein scheint demnach eine geeignete Rolle im Kampf gegen chronische Erkrankungen zu spielen, welche ja häufig auf latent bestehende Entzündungsreaktionen im Körper zurückzuführen sind. Es gibt sehr viele Menschen, die unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten bis hin zu Allergien leiden. Auch hier bietet das hypoallergene Erbsenprotein eine geeignete Alternative zu Soja-, Weizen-, Ei- und Milchprodukten.

Erbsenprotein ist naturgemäß vollkommen soja-, gluten-, ei-, laktose- und milcheiweißfrei. Auch werden dem Erbsenprotein von Inkospor keinerlei Füll-, Farb- oder Süßstoffe zugesetzt. Du kannst dich auf das pure Protein in 100%iger Reinheit und in bester Bio-Qualität freuen.

Purine?

Purine sind Bestandteile vieler Hülsenfrüchte und somit auch in Erbsenprotein vorhanden. Purine sind natürlicher Bestandteil der DNA und werden im Körper zu Harnsäure abgebaut. Ein erhöhter Harnsäure-Spiegel im Blut kann zu einer Vielzahl von Erkrankungen führen. Am weitesten verbreitet sind hierbei Gicht und Nierensteine. Deshalb stellt sich oft die Frage, wie hoch der Puringehalt verschiedener Nahrungsmittel ist. In Studien konnte beobachtet werden, dass Purine pflanzlichen Ursprungs nicht denselben belastenden Effekt auf den menschlichen Körper haben wie purinreiche tierische Nahrungsmittel, wie beispielsweise Hering, Sardinen oder Innereien. Es war ein deutlich höheres Gichtrisiko beim Verzehr von Meeresfrüchten und Fleisch zu beobachten. Beim Verzehr pflanzlicher Purinquellen jedoch nicht – auch wenn der Puringehalt bei beiden identisch war.

Was macht Inkospor anders?

Die 100% rein pflanzliche, allergen- und quasi zuckerfreie Alternative zu herkömmlichen Proteinpulvern enthält ausschließlich Erbsenprotein und wird in den Geschmacksrichtungen Kirsche und Kaffee erhältlich sein. Durch den speziellen Herstellungsprozess und die Zusammensetzung wird die übliche Sedimentation vermieden. Auch der sonst gewohnte „sandige“ Geschmack herkömmlicher pflanzlicher Proteine bleibt aus. Da die Kaffeevariante mit 3,3% Kaffee-Extrakt einen erhöhten Koffeingehalt aufweist (14 mg Koffein/100 ml), können sportliche Kaffeeliebhaber nun auch einmal zwischendurch auf einen Koffein-Shake zurückgreifen und schlagen so quasi zwei Fliegen mit einer Klappe.

Das Unternehmen

Inkospor kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Die INKO Internationale Handelskontor GmbH wurde 1982 in Stein bei Nürnberg von Helmut J. Mader gegründet. 1984 fand der Wechsel zum heutigen Standort nach Roth statt. Gesellschafter der INKO GmbH ist zu 100% die Muttergesellschaft Nutrichem Diät+Pharma GmbH, mit Sitz in Roth.

Qualität made in Germany

Forschung, Entwicklung, Produktion und Qualitätssicherung der Sporternährungsprodukte erfolgt im eigenen Haus durch die Muttergesellschaft, einem der modernsten Industriebetriebe Europas. Die Nutrichem Diät+Pharma GmbH unterliegt als Hersteller von Arzneimitteln einem hohen Produktionsstandard, der weit über dem von Sporternährungsprodukten liegt. Genau dieser hohe Qualitätsstandard wird auch bei der Herstellung der Produkte eingehalten. Darüber hinaus ist Inko ist eines der bedeutendsten Unternehmen im Vertrieb von Sporternährungsprodukten in Deutschland und Europa.

Als langjähriger und zuverlässiger Partner der Fitnessbranche vertreibt das Unternehmen seine Sporternährungsprodukte exklusiv über Fitness- und Freizeitanlagen sowie über einige ausgewählte Online-Shops. Mit den zwei Marken inkospor® Active für Fitness-, Freizeitsportler und einen bewussteren Lebensstil sowie inkospor® X-TREME für ambitionierte Leistungssportler bietet das Unternehmen für jeden das richtige Sporternährungsprodukt, die allesamt ganz getreu dem Firmenmotto „…erlebbar besser“ sind.

Nun kommt mit dem neuen Erbsenprotein ein weiteres hochwertiges Proteinpulver im dritten Quartal 2021 hinzu, welches die Produktpalette um eine vegane Alternative ergänzt.

Fragen an Produktion und Produktmanagement

Warum ein veganes Proteinpulver?

Vegan ist schon lange kein Nischenthema mehr. Die Nachfrage ist groß und sie stammtnicht ausschließlich von reinen Veganer. Flexitarier, die ihren Konsum an tierischen Produkten einschränken möchten oder einfach ihren Teil zur Umwelt beitragen möchten.

Warum haben Sie sich für Erbsenprotein entschieden?

Erbsenprotein weist ein hervorragendes Aminosäurenprofil auf. Alle 8 EAAs sind enthalten, besonders hoch ist der Anteil an BCAAs und Lysin. Im Vergleich zu Hanfprotein, welches einen Proteinanteil von gerade einmal 50% aufweist, setzen wir ein hochwertiges Erbsenproteinisolat ein, das mit seinen Proteinanteil von 80% einem klassischen Milchprotein nicht nachsteht.

Zudem bieten Monoprodukte weniger Allergenpotential. Die Erbse ist nicht allergenkennzeichnungspflichtig, was bedeutet, dass sie nicht zu den Allergenen gehören, die 90% aller Allergien auslösen, wie beispielsweise Soja, Lupinen oder glutenhaltige Getreide.

Welche Erbsenart nutzen Sie genau?

In diesem Fall handelt es sich um eine spezielle Art von GMO-freien gelben Erbsen (Pisum sativum) von höchster Qualität, da diese ein besonders gutes sensorisches Profil aufweisen.

Schmeckt man die Erbse heraus?

Keineswegs. Im Blindversuch, was bedeutet, dass keinem der Teilnehmer nähere Details der Produktproben bekannt waren, konnte nicht auf Erbse als primäre Zutat geschlossen werden.

Wie schließen Sie Verunreinigung durch nicht-vegane Produkte aus; gibt es getrennte Produktionsstätten?

Am Standort Roth in Deutschland, dessen Produktion GMP-zertifiziert ist, werden höchste Qualitätstandards eingehalten. Dies ist eine Voraussetzung für Pharmaceuticals und dadurch werden die gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen an Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel bei Weitem übertroffen. Eine ausführliche Nassreinigung vor jeder Produktion ist gewährleistet. Verunreinigungen können somit ausgeschlossen werden.

Wie wird Erbsenprotein tatsächlich hergestellt? Wie wird das Protein isoliert?

In mehreren Schritten wird möglichst schonend das Protein isoliert. Zunächst werden die gelben Erbsen zu Erbsenmehl vermahlen, die Proteinfraktion von den Fetten, Zuckern und Ballaststoffen getrennt und anschließend folgt die Trocknung des Pulvers. Wie auch bei den bekannten Whey-Pulvern gibt es auch hier Isolate und Konzentrate. Isolate gehen noch einen extra Schritt, um den maximalen Proteinanteil mit einem möglichst geringen Anteil an Begleitstoffen wie Fetten und Kohlenhydraten herauszuholen. Unser Erbsenproteinrohstoff wird auf 83% Protein eingestellt.

Wie verhält sich der Nährstoffgehalt im Vergleich zu herkömmlichen Proteinpulvern?

Mit einem Proteingehalt von mehr als 80% spielt das Eiweiß in der Champions League. Selbst konventionelle milchbasierte Proteine erreichen stellenweise nicht diese Gehalte. Zudem ist es zuckerfrei, nahezu fettfrei sowie laktose- und glutenfrei.

Beantwortet wurden die Fragen von:

Dominik Blagovic, Global Product Manager Evolving Nutrition, Health & Sports

Lydia Strienitz, Junior Product Manager Evolving Nutrition

Verena Gall, Projektmanagerin Entwicklung

Die Quellen, die für diesen Beitrag genutzt wurden, können bei der Autorin angefragt werden.

Dieser Artikel ist erschienen in

shape UP Business 2/2021

Erschienen am 22. Juni 2021