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Perspektive · shape UP Business 4/2020

Mehr Leistung ohne Druck?

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Leistung, Leistung, Leistung. Wachstum, Wachstum, Wachstum. Es scheint egal, ob Menschen oder Umwelt und Natur dabei Schaden nehmen. Hauptsache Wachstum, Hauptsache Leistung. Wie wird das Wachstum, wie wird die Leistung erzielt? Durch Druck, Druck und nochmals Druck. Das haben wir so gelernt. Das macht man so.

Hanns-Friedrich Beckmann

Den Gipfel der Groteske bietet der Fußball: Man beklagt oft mangelnde Spielfreude und mangelnden Spielfluss, ohne sich zu fragen, wie unter Hochdruck Freude aufkommen soll und ob es andere Möglichkeiten gibt, Leistung beziehungsweise Wachstum zu erzielen?

Freude kann nicht durch Druck erreicht werden. Weder im Arbeitsleben noch im Sport oder in irgendeinem anderen Bereich des Lebens.

Leistungsdruck in der Gesellschaft

Das Leistungsprinzip wird von frühester Kindheit in der primären Sozialisation vermittelt (1). Sei es, dass ein Kind früh unter Druck gesetzt wird oder durch das Verhalten der Eltern geprägt wird, die dem Leistungsdruck selbst nicht gewachsen sind. Im schlimmsten, aber leider häufigen Fall, ist das Kind das Ventil, durch welches Eltern ihren Druck ablassen. Das Kind kann sich kaum wehren. Da Kinder in erster Linie von den Eltern lernen, adaptieren sie auch den Leistungsdruck. Sie kennen es ja nicht anders. In der Schule heißt es dann pauken, pauken, pauken – Leistung, Leistung, Leistung. Höhere Renditen erwirtschaften. Wohin führt der Leistungsdruck? In eine durch und durch kranke Gesellschaft (2): 53 Prozent der Deutschen nehmen dauerhaft Medikamente, jeder vierte Bundesbürger (insgesamt ca. 15 Millionen) sogar drei oder mehr täglich.

Druck als Verursacher von Krankheiten

Nahezu jede physische Krankheit ist ein Warnsignal des Körpers, dass psychisch etwas nicht stimmt. Diese Warnsignale können kleine Erkältungen bis hin zu ernsthaften Krebserkrankungen sein. Das Immunsystem wird geschwächt, weil der Leistungsdruck so hoch ist, dass der Körper alle Energie benötigt, um diesem Druck Stand zu halten. Warum ist das so? Sobald es uns nicht gut geht, gehen wir zum Arzt und lassen uns Medikamente verschreiben. Das haben wir so gelernt. Die wenigsten Menschen haben gelernt, auf ihren Körper zu hören und nach den wirklichen Ursachen zu forschen. Es ist einfacher, zum Arzt zu gehen. Damit werden die Ursachen allerdings nicht kuriert, sondern nur die Auswirkungen geschwächt. Unsere Ausrede: Zivilisationskrankheiten. Unsere Krankheit ist zum Glück nicht unsere Schuld, sondern unsere Zivilisation ist der Schuldige. Und das sind ja die anderen, wunderbar! Also können wir einfach so weitermachen. Druck – Medikamente – noch mehr Druck – noch mehr Medikamente. Der klassische Teufelskreis.

Love it or leave it: Als wenn Freude noch nicht genug wäre, sollen wir das, was uns kaputt macht, sogar noch lieben. Glücklicherweise gibt es Psychopharmaka, die unsere Stimmung aufhellen. Das soll Freude garantieren, Leistung garantieren, Wachstum garantieren. Ganz zu schweigen von den blauen Pillen für den gestressten Mann, der vom Leistungsdruck bis ins Schlafzimmer verfolgt wird. Alkohol- und Drogenmissbrauch sind ebenfalls Folgen fehlgeleiteten Drucks.

Funktionieren wir ohne Druck?

Kurz ausgedrückt, ja. Sogar viel besser als mit Leistungsdruck, indem wir zum Beispiel die körpereigenen Energiequellen nutzen. Grundvoraussetzung ist jedoch der Wille, ein bewusstes Leben zu leben und veraltete Denkmuster zu verwerfen. In der Regel hat der Mensch große Angst vor Veränderungen, vor allem Unbekannten. Am liebsten möchte er „immer weiter so“ leben wir bisher. In völliger Verkennung der Tatsachen, dass der aktuelle Weg grundsätzlich falsch ist, krank macht und aufgrund von Klimawandel, Digitalisierung und Corona ein stures „weiter so“ unmöglich ist.

Chakren-Arbeit löst Energieblockaden. www.mentale-wellness.de

Eigene Energien nutzen

Wir verschenken tagtäglich viel Energie, die wir nutzen könnten, wenn wir sie gezielt anwenden würden. Jeder Körper hat sieben Energiezentren, durch welche die körpereigenen Energien fließen: die sogenannten Chakren. Ist der Energiefluss des Menschen in Ordnung, so ist der Mensch gesund, leistungsstark und auch ohne Hilfsmittel oder Druck zu (Höchst-)Leistungen fähig. Ist der Energiefluss blockiert, äußert sich dieses in Müdigkeit, Motivationslosigkeit, Krankheiten und Beschwerden. Um die eigenen Energien nutzen zu können, hilft die vorurteilsfreie Beschäftigung mit dem Thema Chakren (3). Eine grundlegende Kenntnis über die Wirkungsweisen ist nötig, um sie gezielt einsetzen zu können.

Um vorhandene Energieblockaden zu lösen und eigene Energien in den Fluss zu bringen, kann beispielsweise ein Reiki-Heiler helfen. Er ist in der Lage, die richtigen Energien zur richtigen Zeit freizusetzen. Natürlich ist keine Wunderheilung zu erwarten, aber bereits mit kleinen Schritten werden wichtige Impulse gesetzt. Was jahrzehntelang vernachlässigt wurde, die natürlichen körperlichen Energien, kann – und soll – nicht auf einmal freigesetzt werden. Denken wir an einen Staudamm: Schier unendliche Energien haben sich im Laufe des Lebens durch verschiedene Blockaden angestaut. Reißt man diese alle auf einmal ab, so kann das massive Auswirkungen körperlicher, geistiger und seelischer Art haben. Werden diese Blockaden aber sorgsam, Stück für Stück, abgebaut, dann kann der (Energie-)Fluss wieder selbsttätig fließen.

Entscheidend ist: Man lernt, auf seinen Körper zu hören und ihn zu respektieren. Der Körper weiß am besten, was für ihn gut ist. Hierbei wirken Meditationen unterstützend, die speziell diesen Prozess aktivieren und beschleunigen. Alle wirklich erfolgreichen Menschen meditieren. Auf Videoplattformen wie Youtube gibt es eine Unzahl entsprechender Mediationen.

Fazit

Körpereigene Energiequellen zu nutzen ist die klassische Win-win-Situation. Der Unternehmer, der gelernt hat, sein Energiepotenzial zu nutzen, ist erfolgreicher und erheblich stressresistenter als Konkurrenten. Er geht mit gutem Beispiel voran und profitiert von besseren Leistungen und ausgeglicheneren Mitarbeitern mit weniger Krankheitsanfälligkeit, wenn er sie nicht wie sonst üblich unter Druck setzt, sondern seine positive Energie auf seine Mitarbeiter überträgt, deren Leistungsfähigkeit nicht durch Medikamente, Alkohol oder Drogen erzielt wird. Die Mitarbeiter profitieren von einem blockadefreien, gesünderen Leben mit Freude statt Frust und Druck auf der Arbeit. Die Familien der Mitarbeiter profitieren, weil es nicht mehr nötig ist, den Druck, den man auf der Arbeit erlebt, im Familienkreis weiter zu geben: Win-win-win.

Literatur

1. Online Lexikon für Phsychologie und Pädagogik. Primäre Sozialisation: su.rpv.media/1y6; Zugriff am 28.10.2020

2. Statista. Bevölkerungsanteil in Deutschland nach Anzahl eingenommener Medikamente im Jahr 2019: su.rpv.media/1y7/; Zugriff am 28.10.2020

3. Kalshatra Govinda. 2002. Chakra Praxisbuch