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Fitnessszene · shape UP Business 2/2019

So kaufen Sportler

Die Sportartikelindustrie boomt. Kein Wunder. Die Werbung macht es uns vor: der moderne Mensch bekommt alles unter einen Hut. Auch Sport. Schlanke, sportliche Körper, schöne Muskeln und Leistungsfähigkeit stehen in der heutigen Zeit fast auf jeder Wunschliste. Selbst diejenigen, denen Konsequenz und Zeit für regelmäßiges Training fehlen, kaufen gerne Sportartikel ein. Das liegt daran, dass die neu erworbenen Produkte ja auch einen Motivationsschub geben – wenn auch manchmal nur für kurze Zeit.

Infoquelle Nummer 1: Soziale Medien

Aber wie kaufen Sporttreibende eigentlich ein? Wo informieren sie sich, was ist ihnen wichtig und welche Kriterien setzen sie bei der Entscheidung zum Erwerb neuer Produkte? Diesen Fragen ging die ISPO in einer Umfrage unter 2783 aktiven europäischen Sportlern (79 Prozent der Befragten betreiben mindestens zweimal pro Woche Sport, knapp die Hälfte davon sogar mehr als dreimal) nach. Interessant ist, dass Europas Freizeitsportler besonders präsent in den sozialen Medien sind. 60 Prozent der Befragten informieren sich über neue Produkte auf Social Media Plattformen. Web-Portale sind ebenfalls beliebte Informationsquellen. Abseits der digitalen Welt tauschen sich 48 Prozent mit ihren Freunden über die Geschehnisse in der Szene aus. Auch beim gewählten Kanal für den Kauf teilt sich die Gruppe: 41 Prozent gaben an, ihr neuestes Sportprodukt im stationären Handel gekauft zu haben, 51 Prozent online (36 Prozent über Desktop/Laptop und 15 Prozent über Mobile Devices).

Immer noch wichtig: Empfehlung

Welche Produkte gekauft werden, hängt in der Branche stark von Auszeichnungen und technischen Labels ab (72 Prozent). Zweitwichtigstes Kriterium ist die Empfehlung von Freunden (54 Prozent). 33 Prozent der Befragten lassen sich durch Tests und Magazine inspirieren. Auch die Lebensdauer eines Sportartikels wird als Qualitätsmerkmal wahrgenommen und ist für viele ein wichtiges Kaufkriterium. Nachhaltigkeitsthemen wachsen in der Branche.

Laut dem Research-Unternehmen Trefis kletterte der globale Umsatz von Sportausrüstung im Jahr 2018 auf über 174 Milliarden Dollar. Es stimmt tatsächlich, dass neu erworbenes Equipment motiviert. Insgesamt 68 Prozent der Befragten lassen sich durch neue Produkte zum aktiven Sporttreiben motivieren. 33 Prozent bleiben durch neues Equipment sogar langfristig sportlich aktiv und 35 Prozent erfahren zumindest einen kurzfristigen Motivationsschub. Vermutlich wird die Branche auch weiter wachsen.

Quelle

Pressemitteilung ISPO So kaufen Sportler ein